120 x 80, Auftragsarbeiten, Bereits verkaufte Bilder, RE:MASTERS, 2026
Wie bist du zur Malerei gekommen?
Meine Reise zur Malerei begann eigentlich schon in meiner Kindheit. Zeichnen und Malen haben mich früh fasziniert und diese Begeisterung ist nie ganz verschwunden. Über die Jahre wurde aus dem Interesse eine immer intensivere Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Bild.
Ich bin kein Künstler, der den klassischen Weg über eine Kunsthochschule gegangen ist. Vieles habe ich mir selbst erarbeitet durch Beobachtung, Ausprobieren, Verwerfen und immer wieder neues Beginnen. Genau dieses Lernen durch Tun begleitet mich bis heute.
Was inspiriert dich?
Eigentlich kann alles zum Ausgangspunkt eines Bildes werden. Ein Gespräch, ein Satz, eine Person, Musik, Geschichte, ein altes Gemälde oder eine Beobachtung aus dem Alltag.
Inzwischen interessiert mich besonders, was passiert, wenn unterschiedliche Zeiten und Gedanken aufeinandertreffen. Mich faszinieren historische Persönlichkeiten und Kunstwerke, aber ebenso die Frage, was sie uns heute noch zu sagen haben.
Dabei muss Inspiration nicht immer etwas Schönes sein. Auch Widersprüche, gesellschaftliche Entwicklungen oder Dinge, die mich beschäftigen oder irritieren, können ein Bild auslösen.
Wie würdest du deinen heutigen Stil beschreiben?
Ich würde meinen Stil nicht gerne auf ein einzelnes Etikett reduzieren.
Meine Arbeiten bewegen sich häufig zwischen Realismus und expressiver Malerei. Ich möchte Menschen, Gegenstände oder Szenen glaubwürdig darstellen, ohne in fotografischen Perfektionismus abzurutschen. Gleichzeitig soll man dem Bild ansehen, dass es gemalt wurde.
Pinselspuren, Strukturen, Spachtelarbeit und bewusst gesetzte Unregelmäßigkeiten gehören für mich dazu. Das Bild darf seine Entstehung zeigen.
Wichtiger als ein einheitlicher Stil ist mir inzwischen eine erkennbare Haltung: Ich möchte Themen aufgreifen, ihnen eine eigene Perspektive geben und den Betrachter dazu bringen, genauer hinzusehen.
Welche Techniken und Materialien verwendest du bevorzugt?
Ich arbeite überwiegend mit Acryl auf Leinwand und setze Pinsel und Spachtel gleichermaßen ein. Je nach Bild kommen unterschiedliche Techniken hinzu.
Dabei interessiert mich besonders die Oberfläche. Farbe soll nicht nur eine Fläche füllen, sondern Material und Tiefe erzeugen. Schichtungen, Strukturen und Kontraste können dabei genauso wichtig sein wie die eigentliche Darstellung.
Ich versuche allerdings, die technische Umsetzung nicht zum Selbstzweck werden zu lassen. Ein Bild muss für mich trotz aller malerischen Experimente als Ganzes funktionieren.
Was möchtest du mit deinen Bildern ausdrücken?
Ich möchte nicht jedem Bild eine eindeutige Botschaft vorschreiben.
Mich interessiert vielmehr, ob ein Bild beim Betrachter etwas auslöst einen Gedanken, eine Erinnerung, eine Irritation oder vielleicht auch einfach ein Gefühl.
Bei einigen Arbeiten steht eine persönliche oder emotionale Ebene im Vordergrund. Bei anderen geht es stärker um Geschichte, Gesellschaft oder die Frage, wie wir bestimmte Dinge heute betrachten.
Ein Bild darf dabei durchaus mehrere Ebenen besitzen. Wenn der Betrachter zunächst etwas erkennt und sich anschließend fragt, warum es eigentlich so dargestellt ist, habe ich schon viel erreicht.
Gibt es ein Werk oder eine Werkgruppe, die dir besonders am Herzen liegt?
Heute würde ich weniger ein einzelnes Werk nennen als eine Entwicklung, die sich durch mehrere Arbeiten zieht.
Besonders wichtig ist für mich die Serie RE:MASTER, weil sie einen Punkt markiert, an dem ich begonnen habe, mich intensiver mit der Verbindung von Kunstgeschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen.
Mich reizt dabei nicht das einfache Nachmalen bekannter Meisterwerke. Ich möchte sie auseinandernehmen, neu denken und in einen heutigen Zusammenhang setzen. Das Bekannte wird zum Ausgangspunkt für etwas Eigenständiges.
Wie sehen deine zukünftigen Pläne aus?
Ich möchte meine künstlerische Sprache weiterentwickeln, ohne mich dabei zu sehr festzulegen.
Es gibt bereits mehrere Projekte, die diese Entwicklung fortsetzen. Dabei beschäftige ich mich zunehmend mit historischen Themen, bedeutenden Persönlichkeiten, gesellschaftlichen Fragen und der Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Ein besonders umfangreiches Projekt ist Masterpieces After Midnight. Darin begegnen sich Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Entdeckung in neu gedachten Szenarien.
Mich interessiert dabei nicht nur ihre Geschichte, sondern vor allem ihre gemeinsame Idee: Der Mensch hört nie auf zu fragen, zu entdecken und Grenzen zu verschieben.
Kannst du von einer besonderen Erfahrung in deiner künstlerischen Laufbahn erzählen?
Eine wichtige Erfahrung war für mich der Schritt von der privaten Arbeit hin zur öffentlichen Präsentation meiner Bilder.
Wenn ein Bild das Atelier verlässt und plötzlich vor Menschen hängt, verändert sich die Situation. Man kann nicht mehr erklären, was man sich dabei gedacht hat. Das Bild muss zunächst für sich selbst funktionieren.
Besonders interessant finde ich dabei die unterschiedlichen Reaktionen. Manche Menschen sehen etwas völlig anderes in einem Werk, als ich ursprünglich beabsichtigt hatte. Genau das macht Kunst für mich spannend.
Welche Herausforderungen musstest du als Künstler meistern?
Der größte Gegner ist wahrscheinlich der eigene Zweifel.
Man steht vor einer Leinwand und weiß manchmal nicht, ob eine Entscheidung gerade mutig oder einfach falsch ist. Gerade bei größeren Arbeiten kann dieser Moment ziemlich brutal sein.
Ich habe gelernt, dass ein Bild nicht dadurch besser wird, dass man ständig versucht, jede Unsicherheit zu vermeiden. Manchmal muss man den Mut haben, weiterzumalen und etwas zu riskieren.
Auch die Frage nach der eigenen künstlerischen Identität beschäftigt mich. Ich glaube inzwischen, dass man seinen Stil nicht unbedingt finden muss. Man entwickelt ihn.
Was sind deine nächsten Projekte?
Meine Arbeit an RE:MASTER wird weitergeführt und erweitert. Parallel entsteht mit Masterpieces After Midnight eine deutlich erzählerischere Serie.
Darüber hinaus möchte ich mich weiterhin mit einzelnen historischen Motiven und Persönlichkeiten beschäftigen und diese mit heutigen Themen verbinden.
Auch kleinere, spontanere Arbeiten bleiben Bestandteil meiner Arbeit. Nicht jedes Bild muss Teil einer Serie sein. Manchmal entsteht gerade aus einem spontanen Gedanken ein Werk, das eine völlig andere Richtung eröffnet.
Wie hat sich dein künstlerischer Prozess im Laufe der Zeit verändert?
Früher hatte ich häufiger ein relativ klares Bild davon, wie das fertige Werk aussehen sollte.
Heute plane ich zwar stärker die grundlegende Idee und Komposition, lasse dem eigentlichen Malprozess aber wesentlich mehr Freiheit.
Ich habe gelernt, dass ein Bild während seiner Entstehung eine eigene Dynamik entwickeln kann. Eine Farbe funktioniert plötzlich anders als gedacht, eine Struktur verändert die Wirkung oder ein vermeintlicher Fehler eröffnet eine bessere Lösung.
Ich versuche deshalb, Planung und Intuition miteinander zu verbinden.
Das bedeutet nicht, dass alles dem Zufall überlassen wird. Im Gegenteil: Gerade bei komplexeren Bildern ist eine gute Vorbereitung wichtig. Aber irgendwann muss man aufhören, nur das geplante Bild auszuführen, und anfangen, auf das tatsächliche Bild zu reagieren.
Wie beeinflusst dein persönliches Umfeld deine Kunst?
Mein Umfeld fließt natürlich in meine Arbeit ein. Menschen, Gespräche, Erfahrungen und Beobachtungen bleiben im Kopf und tauchen manchmal später an völlig anderer Stelle wieder auf.
Auch meine berufliche Tätigkeit mit Jugendlichen beeinflusst meine Sicht auf bestimmte Themen. Mich beschäftigt beispielsweise die Frage, wie Menschen ihren eigenen Weg finden, welche Spuren wir hinterlassen und was es bedeutet, Grenzen zu überwinden.
Nicht jede Erfahrung wird dabei unmittelbar zu einem Bild. Oft wirkt sie zunächst einfach weiter.
Wie wichtig ist Kritik an deiner Arbeit für dich?
Sehr wichtig solange sie ehrlich und konstruktiv ist.
Ich möchte nicht, dass jemand ein Bild nur gut findet, weil er mich kennt. Eine ehrliche Kritik kann viel wertvoller sein als zehn Komplimente.
Natürlich ist es manchmal unangenehm, wenn jemand einen Punkt anspricht, den man selbst nicht sehen wollte. Aber genau dort kann Entwicklung stattfinden.
Ich versuche deshalb, zwischen Geschmack und tatsächlicher Kritik zu unterscheiden. Nicht jeder muss mein Bild mögen. Aber wenn jemand erklären kann, warum etwas für ihn nicht funktioniert, höre ich sehr genau zu.
Wie gehst du mit dem Publikum um, wenn es deine Kunst kritisiert?
Gelassen zumindest meistens.
Kunst ist immer auch eine Begegnung zwischen Werk und Betrachter. Ich kann entscheiden, was ich in ein Bild hineinlege, aber nicht, was jemand anderes darin empfindet.
Wenn jemand einen völlig anderen Zugang zu einem Werk findet, finde ich das sogar interessant.
Natürlich bleibe ich bei meiner Entscheidung, wenn ich von einer Arbeit überzeugt bin. Ich möchte meine Bilder nicht so lange verändern, bis sie jedem gefallen.
Was bedeutet es dir, Künstler zu sein?
Für mich bedeutet Künstler zu sein vor allem, hinzusehen und Fragen zu stellen.
Es bedeutet, Dinge nicht einfach so hinzunehmen, wie sie sind, sondern sie aus einer anderen Perspektive betrachten zu können.
Ich sehe mich dabei nicht als jemand, der auf jede Frage eine Antwort geben muss. Manchmal ist ein Bild viel stärker, wenn es eine Frage offenlässt.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich immer wieder neue Themen beginne: Ich möchte mich nicht wiederholen.
Ich möchte mich weiterentwickeln, Dinge ausprobieren, manchmal scheitern und manchmal etwas schaffen, mit dem ich selbst nicht gerechnet habe.
Am Ende soll jedes Bild seinen eigenen Grund haben, entstanden zu sein.
Jedes meiner Originalwerke erhalten Sie mit einem persönlich auf Ihren Namen ausgestellten Echtheitszertifikat sowie einer kuratorischen Bildbeschreibung, die den Gedanken, die Entstehung und die inhaltlichen Ebenen des jeweiligen Werkes erläutert.
Einige meiner Gemälde werden von mir mit einem handgemalten schwarzen Acrylrahmen versehen. Die erforderlichen Aufhänger sind bereits auf der Rückseite montiert, sodass das Werk grundsätzlich direkt aufgehängt werden kann.
Meine handschriftliche Signatur und die Datierung befinden sich auf der Vorderseite unten rechts.
Preise auf Anfrage
Sie interessieren sich für eines meiner Werke, möchten sich aber vor dem Kauf noch einen genaueren Eindruck verschaffen?
Gerne sende ich Ihnen auf Anfrage weitere Ansichten des Gemäldes bei unterschiedlichen Blickwinkeln und Lichtsituationen zu.
Wenn Sie unsicher sind, wie das Werk in Ihren eigenen Räumlichkeiten zur Geltung kommt, können Sie mir einfach ein Foto der vorgesehenen Wand zusenden. Ich erstelle Ihnen daraus gerne unverbindlich eine digitale Fotomontage, damit Sie bereits vor dem Kauf sehen können, wie das Gemälde in Ihrem Raum wirken könnte.
Mir ist wichtig, dass Sie sich nicht nur für ein Bild entscheiden, sondern auch sicher sein können, dass es zu Ihrem Raum und zu Ihnen passt.
Mitgliederausstellung des Kunstvereins Kirchheim unter Teck September 2025 Mitgliederausstellung des Kunstvereins Kirchheim unter Teck September 2026 Kunst im Schaufenster Kirchheim unter Teck Oktober 2026
### Über Michael Ehni Lieber Kunstfreund, ich arbeite unter dem Namen **Michael Ehni**, bin Jahrgang 1970 und lebe im Kreis Göppingen, in einer Kleinstadt auf der Schwäbischen Alb. Nach Schule, Ausbildung und Studium war ich viele Jahre in der Industrie und in mittelständischen Betrieben tätig. Seit 2008 bringe ich mein berufliches Wissen, mein praktisches Können und meine Erfahrung im schulischen Bereich ein und arbeite mit Jugendlichen, die häufig mit unterschiedlichen persönlichen und sozialen Herausforderungen ihren Weg ins Berufsleben suchen. Vielleicht erklärt genau diese Verbindung von **Technik, Handwerk, Mensch und Lebenswirklichkeit** auch einen Teil meiner künstlerischen Arbeit. In meiner Malerei arbeite ich heute überwiegend mit **Acryl auf Leinwand**. Pinsel und Spachtel gehören gleichermaßen zu meinem Werkzeug. Mich interessiert dabei nicht die fotografische Perfektion, sondern eine realistische, ausdrucksstarke Darstellung, in der die **Handschrift des Malers sichtbar bleibt**. Strukturen, Schichtungen, Kontraste und bewusste Unregelmäßigkeiten geben meinen Bildern ihre eigene Oberfläche und lassen den Entstehungsprozess erkennbar werden. Dabei hat sich meine Arbeit in den vergangenen Jahren zunehmend von der reinen Momentaufnahme hin zu einer **erzählerischen und thematisch bewussteren Malerei** entwickelt. Ich greife historische Bilder, Persönlichkeiten, Gedanken und gesellschaftliche Themen auf und versuche, sie aus ihrer ursprünglichen Zeit herauszulösen und in einen heutigen Zusammenhang zu stellen. Mich interessiert dabei besonders die Frage, **was von einer Idee, einer Geschichte oder einem Bild übrig bleibt, wenn man es neu betrachtet**. In der Serie **RE:MASTER** beschäftige ich mich mit der Neuinterpretation alter Meisterwerke. Bekannte Bildwelten werden nicht einfach kopiert, sondern verändert, gebrochen und in eine zeitgenössische Bildsprache überführt. Das Vertraute dient dabei als Ausgangspunkt für etwas Eigenständiges. Mit **Masterpieces After Midnight** geht dieser Gedanke noch einen Schritt weiter. Historische Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Entdeckung begegnen sich in neuen, teilweise imaginären Situationen. Leonardo und Tesla, Einstein und Planck, Darwin und Mendel oder Hawking und Sagan werden dabei nicht lediglich als Porträts verstanden. Sie stehen für Ideen, Erkenntnisse und den menschlichen Drang, Grenzen zu überschreiten und Fragen zu stellen. Auch in Arbeiten die ich im Rahmen einer gemeinschaftlichen Ausstellung anfertige interessiert mich die Verbindung von Bild und Aussage. Das Motiv soll nicht nur betrachtet, sondern auch hinterfragt werden. Was bedeutet es, einen Schritt zu wagen? Was hinterlassen wir? Welche Spuren nehmen wir mit und welche hinterlassen wir selbst? Meine Themen entstehen aus unterschiedlichen Quellen: aus Geschichte und Kunstgeschichte ebenso wie aus Alltag, Musik, Sprache, Beobachtungen und persönlichen Eindrücken. Dabei kann ein historisches Motiv genauso zum Ausgangspunkt werden wie eine aktuelle gesellschaftliche Beobachtung oder ein scheinbar zufälliger Gedanke. Ich arbeite deshalb nicht innerhalb eines einzigen Stils oder eines festgelegten Themas. **Meine Arbeiten dürfen sich verändern.** Was sie verbindet, ist weniger ein bestimmtes Motiv als vielmehr meine Art, Themen aufzunehmen, zu verdichten und in eine eigene Bildsprache zu übersetzen. Realistische Elemente treffen dabei auf expressive Flächen, historische Bildzitate auf moderne Farbwelten und erzählerische Motive auf bewusst sichtbare malerische Spuren. Für mich ist Malerei ein Dialog zwischen **Idee, Material und Moment**. Ich beginne mit einer Vorstellung, aber das fertige Bild entsteht erst während des Malens. Manche Entscheidungen sind geplant, andere entstehen intuitiv. Genau diese Spannung zwischen Kontrolle und Zufall interessiert mich. Ich möchte Bilder schaffen, die auf den ersten Blick zugänglich sind, aber bei genauerem Hinsehen weitere Ebenen öffnen. **Denn ein gutes Bild sollte nicht alles erklären. Es sollte Fragen hinterlassen.**
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